Yeah! Endlich habe ich die für mich passende Schublade gefunden. Welche das ist und darüber, dass ich es in diesem Fall einfach großartig finde, eine passende Kategorie für mich gefunden zu haben.

Ich bin ein Scanner und das macht mich verdammt glücklich.

Es dürfte recht klar sein, dass ich mich selbst eher nicht als Teil des neusten multifunktionalen All-in-one-Druckers bezeichne. Ob aber tatsächlich viele wissen was genau ich damit meine, wenn ich sage ich sei ein Scanner?

Ich selbst habe diese Bezeichnung vor ein paar Monaten zum ersten Mal gelesen. An dieser Stelle also vielen vielen Dank, liebe Kira von FIELFALT, für deinen tollen und sehr persönlichen Artikel zum Thema und damit für meinen ersten Berührungspunkt damit!

Erste Konfrontation. Geglückt! Danach musste ich viele weitere Blog-Artikel verschlingen um immer mehr über mich selbst zu lesen. Und dazu hat es dadurch wieder ein neues, wirklich empfehlenswertes Buch in meinen Bücherschrank geschafft – Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast. Die erste Erkenntnis gibt es also schon gratis to go im Buchtitel.

Was ist ein Scanner?

In einem Satz zusammengefasst: Scanner sind vielseitig!  Sie stoßen immer wieder auf neue, spannende Aktivitäten und wollen verschiedenste Dinge ausprobieren. Damit sind Scanner meist sehr breitgefächert aufgestellt in ihren Fähigkeiten.  Scanner eignen sich viele Kenntnisse selbst an und lieben es, ihre vielfältigen Talente ausleben zu können. Genau aus diesem Grund fällt es ihnen jedoch unheimlich schwer bzw. ist es ihnen fast unmöglich, ihr Interesse und ihre Fähigkeiten auf eine bestimmte Sache festzulegen um sich darin zu spezialisieren. Scanner sind neugierig auf die vielen Möglichkeiten, die das Leben für sie bereit hält und die Entscheidung für eine Richtung bedeutet für einen Scanner oft auch gleichzeitig die Angst, in der anderen Richtung möglicherweise etwas zu verpassen.

Wow! Das bin ja ich. Erkennt sich vielleicht der ein oder andere auch darin wieder?

Ja, natürlich. Es ist eine Kategorisierung. Eine Einordnung in eine Schublade.
Und wer möchte normalerweise schon gern irgendwo einsortiert werden?
Ordner S – Kategorie Scanner. Und rein da mit der Akte mit deinem Namen drauf.

Trotzdem! Ich war noch nie so glücklich darüber, mich selbst in eine Schublade stecken zu können.

Hurra, ich bin ein Scanner! Und diese Erkenntnis macht mir so vieles leichter.

Warum das so ist?

Bis vor kurzem habe ich genau das, was einen Scanner ausmacht, als meine große Schwäche angesehen. Nicht dieses eine Gebiet zu haben, in das man alle seine Energie, Zeit, Hoffnungen, Wünsche und Träume investiert. Dieses eine Instrument, die Sportart, diese besondere Berufung. Immer wieder neue interessante Gebiete zu finden und sich manchmal zu verlaufen in diesem Wald aus spannenden Aktivitäten und Ideen, die alle „Hier!“ schreien.

Ich dachte, ich könnte sie schlicht und einfach nicht finden.
Diese eine Sache, die mich total erfüllt. Die mich als Person ausmacht.

Wie oft habe ich diesen Satz gesagt: „Ich kann vieles wirklich gut, aber eben nichts so richtig.“ Und dieser Gedanke hat mich oft gequält. Weil ich immer dachte, das gäbe es bei jedem auf der Welt. Diese eine große Sache. Weil ich dachte, ich wäre einfach nur zu blöd dazu, sie zu finden. Ich dachte, ich könnte mich einfach nur nicht festlegen.

In der Schulzeit habe ich Instrumente gespielt. Klarinette und Saxofon. Gitarre spielen habe ich mir selbst beigebracht. Ich war jahrelang im Leichtathletik-Verein, später habe ich meine Liebe zum Basketball entdeckt. In allen Bereichen war ich nicht herausragend gut, aber schon ganz gut.

Ich bin musikalisch, ich bin sportlich, ich liebe es zu schreiben, ich kann auch gut zeichnen.

Und alles davon macht mir viel Spaß. Aber nichts davon wollte ich so weit vertiefen, dass ich darin perfekt hätte werden können. Vielleicht hätte ich ja irgendetwas davon sogar zu meinem Beruf machen können!? Die Ideen dazu hatte ich und Lust dazu auch. Aber all das immer begleitet von dem Gefühl, dass ich mich damit auf diese eine Sache festlegen würde… Das war und ist für mich eine wirklich schreckliche Vorstellung! (Kommt mir irgendwie bekannt vor!)

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Und jetzt weiss ich, ich bin ein Scanner. Und Scanner sind so.

Mit der Erkenntnis, dass es Scanner-Persönlichkeiten gibt und ich offensichtlich eine davon bin, bin ich glücklich. Ist es nicht toll, eine vermeintliche Schwäche endlich als persönliche Stärke erkennen zu können? Damn, ich finde schon!

Das ist wie ein Auszug aus dem Lehrbuch für das perfekte Bewerbungsgespräch: Benenne eine Schwäche und verwandele sie dann  in eine Stärke, indem du erklärst wie du ideal damit umgehen kannst (oder so ähnlich).

Ich habe nicht nur erkannt, dass ich sehr vielseitig bin. Ich habe diese Seite an mir lieben gelernt.

Das klingt kitschig, ich weiß. Aber ich kann es nicht anders sagen. Dieses große Interesse an so vielen verschiedenen Dingen. Das Talent, sich sehr schnell in neue Aufgaben einzuarbeiten. Die Fähigkeit, sich in vielen unterschiedlichen Gebieten Kenntnisse schnell anzueignen und bis zu einem gut verwendbaren Maß zu optimieren. Die Wissbegierde, immer Ausschau zu halten, was das Leben eigentlich sonst noch an spannenden Dingen bereithält, die man lernen kann.

Ein kleiner Auszug aus meinen aktuellen Ideen gefällig?

Bloggen, SEO, Online-Marketing, eine neue Fremdsprache (Italienisch), Auffrischen bereits erlernter Fremdsprachen (Französisch und Schwedisch), eine Ausbildung zum Fitnesstrainer, ein Yoga Teacher Training, Fotografie und so weiter und so fort.

Klingt viel, oder? Ist es auch. Ständig kommen neue Ideen dazu, andere fallen wieder weg. Die Ideen, die sich über längere Zeit halten, werden noch ernsthafter in Betracht gezogen. Das was ich ausprobiert habe, macht mich wieder ein bisschen glücklicher, weil ich etwas Neues entdecken konnte.

Das was mir vorher Kopfzerbrechen bereitet hat, macht mich jetzt glücklich.

Und wie man sieht, an Ideen mangelt es bei mir nicht.
Wenn der ein oder andere also mal eine Anregung braucht – Let me know, mit neuen Ideen kann ich dienen! 😉

CHEERS & GOOD VIBES
CARO

4 Comments

  1. Ein sehr schöner Artikel liebe Caro 🙂 Ich finde, eine Scanner-Persönlichkeit klingt nach einer großartigen Persönlichkeit – man muss nicht bloß in einem bestimmten Bereich ein Überflieger sein, ich finde es viel spannender und interessanter sich für vieles zu interessen und in dem einen Bereich vielleicht mal oder mal weniger perfekt zu sein. Jetzt hab ich das Bedürfnis auch so eine positive Schublade für mich zu finden. So ein „Diese-eine-Sache-Talent“ bin ich eher nicht glaube ich. Aber ob ich ein Scanner bin wüsste ich jetzt auch nicht..? Ich glaube ich lege mich heute Abend mit dem Laptop aufs Sofa und recherchiere nach Schubladen, in die ich passen könnte oder so 🙂 Liebe Grüße, Laura

    • Caro
      Caro Reply

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, liebe Laura! 🙂 Jetzt wo ich meine Scanner-Persönlichkeit ‚identifiziert‘ habe, finde ich es tatsächlich auch eine wirklich schöne Sache. Der Weg bis dahin war allerdings etwas schwieriger. Ich bin mal gespannt, was du von deiner abendlichen Recherche heute berichtest 😉

      Liebe Grüße, Caro

  2. Ich konnte am Anfang des Artikels gar nichts mit dem „Scanner“ Begriff anfangen, aber das ist ja wirklich sehr spannend! Ich kannte den Begriff und die Kategorisierung gar nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass es viele gibt, die in dieses Feld fallen und das es sehr befreiend sein kann, wenn man einen Namen für das hat, was einen ausmacht 🙂
    Liebe Grüße, Mona

  3. Dein Blogeintag liest sich wie mein eigener Lebenslauf! Wahnsinn!
    Ich hab das selbe Buch vor Kurzem gelesen und finde, es hilft einem echt gut weiter und man fühlt sich vor allem so verstanden 😀

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