MEDITATIONS-NEWBIE: ME. Vom Meditieren lernen und Loslassen und von einem Spielplatz voller Rutschen und Klettergerüste.

Alle, die irgendwann mal mit Meditation angefangen haben, gerade meditieren lernen oder es einfach mal ausprobiert haben, werden wissen was ich meine.

Ich bin noch ein Meditations-Newbie und ich möchte das Meditieren lernen und der Meditation einen festen Platz in meinem Alltag zu verschaffen (und dafür habe ich gute Gründe).

Und eine Frage kommt immer wieder auf: Bei der Meditation Nicht denken! Wie soll das gehen?

Vor meiner ersten Meditation erschien mir das lange Sitzen als das größte Hindernis. Der Rest – vor allem wenn man anderen beim Meditieren zuschaut – macht eher den Eindruck tiefer Entspannung. So soll es ja auch sein.

Warum also sollte ich das nicht können?

Muss man beim Meditieren eigentlich was können?

Meine Antwort ist: ja! Wenn du eins können musst – dann ist es, das ‚Müssen’ loszulassen.

Und da kommt die für mich momentan größte Schwierigkeit ins Spiel. Es fällt mir schwer loszulassen. Es ist nicht leicht für mich, einfach nur zu sein und meine Gedanken zu beobachten. Ich habe das Gefühl: Ich MUSS denken! Ich kann nicht anders.

Warum also ist es so schwer nichts zu denken?

Weil du versuchst, dich darauf zu konzentrieren, nichts zu denken. Du versteifst dich auf den Gedanken nicht denken zu dürfen. Du hältst dich daran fest. Du willst es unbedingt! Das Nicht-Denken. Und zack! Was ist passiert? Du bist mitten in einem Gedankenkarussell. Du denkst und denkst und denkst.

Und das ist der Punkt. Es ist nämlich gar nicht so, dass du in der Meditation keinen Gedanken zulassen darfst. Du musst dich nicht darauf versteifen, dass kein Gedanke in deinem Kopf aufkommt. Im Gegenteil! Beim Meditieren dürfen Gedanken kommen. Und dann darfst du sie wieder weiterziehen lassen.

Genau das ist ALSO die Kunst beim Meditieren lernen.

Deine Gedanken zu beobachten, nicht zu bewerten, dich nicht an ihnen festzuhalten, sondern sie vorbeiziehen zu lassen.

Es ist, als würdest du deinem eigenen Kopf dabei zuschauen, wie er ganz losgelöst auf einem Spielplatz umherhüpft. Und deine Gedanken sind die Drehscheiben, Rutschen und Klettergerüste auf diesem Spielplatz. Aber du spielst nicht mit, beobachtest ihn einfach nur. 

Und auf eines kann ich mich bisher ja immer verlassen – Thanks for that, beautiful mind! – auf den Punkt der Meditation, an dem ich meinen Gedanken für ein paar Minuten freien Lauf lasse. In dem Moment, in dem ich meinem Kopf erlaube alles zu tun, was er eben tun will – egal ob er einem Gedanken nachhängen will oder ganz viele verrückte Ideen miteinander vermischt.

In diesem Moment an dem meinen Gedanken alles erlaubt ist… Ja, da passiert einfach nichts.

Ha! Leere im Kopf.

Aber genau das zeigt doch irgendwie, dass es funktioniert. Das mit dem Loslassen.

Der Weg ist das Ziel.

CHEERS & GOOD VIBES
CARO

10 Comments

  1. Sehr interessant 🙂 Ich kann mir üüüberhaupt nicht vorstellen, dass ich es schaffen könnte meine Gedanken frei zu lassen – ich hab sowas ein paar klägliche Male versucht (aber nicht wahrscheinlich auch nicht ernsthaft genug) und jedes Mal, wenn ich dachte „Ah ja cool, jetzt denke ich eigentlich an nichts“ dachte ich ja schon wieder daran, an was ich denke… 😀
    Ich würde das gern nochmal richtig ernsthaft versuchen und werd mir das jetzt auch mal vornehmen. Dir auch weiterhin viel Erfolg dabei, bin gespannt auf deine weiteren ‚Erfolge‘ 🙂

    Liebe Grüße, Laura // Blondebunana

    • Liebe Laura,

      ja, das fand ich am Anfang auch schwer vorzustellen. Aber es fühlt sich wahnsinnig toll an, wenn man mal für ein paar Sekunden oder vielleicht sogar Minuten (ich arbeite dran 😀 ) den Kopf wirklich ausschaltet.

      Wenn du es noch mal probieren möchtest, kann ich dir unbedingt die Headspace App empfehlen (https://www.headspace.com/), die benutze ich selbst, ist allerdings auf Englisch. Die „Take 10“ Challenge für 10 Tage ist super zum Reinkommen. Ansonsten habe ich schon öfter gehört, dass als deutsche Version auch 7mind super sein soll.

      Bin gespannt ob du es noch mal ausprobierst und wenn ja, halte mich gern unbedingt auf dem Laufenden wie es läuft 🙂

      Liebe Grüße.
      Caro

    • Liebe Natascha,

      wow, ihr habt Meditation in der Schule ausprobiert?? Das finde ich großartig! 🙂 Das hätte ich rückblickend auch wirklich toll gefunden, wobei es gut sein kann, dass ich damals damit auch nicht so viel hätte anfangen können. Aber die Idee überhaupt mal in den Schulalltag einzubringen, finde ich super.

      Liebe Grüße
      Caro

  2. Hallo Caro,
    ich habe vor Jahre auf mal versucht zu meditieren und ziehe meinen Hut vor denen die es geschafft haben… Bei mir hat es leider nicht funktioniert. Vielleicht klappt es in einer anderen Lebenssituation in ein paar Jahren.
    Ich wünsche dir ein schönes wochenende
    Liebst
    http://www.instylequeen.de/

    • Caro

      Wenn du es noch einmal probierst, let me know! Ich wäre sehr gespannt auf deine Erfahrungen ein paar Jahre nach dem ersten Versuch 😉

      Liebe Grüße.
      Caro

  3. Ich finde meditieren echt schwierig, am besten klappt es noch in einer Yoga Gruppe. wo der Leiter einen zum loslassen anleitet und man generell in einer anderen Atmosphäre als daheim ist.

    Gruß & Kuss
    Johanna

    • Caro

      Liebe Johanna,

      ja, das finde ich auch! In der Yogaklasse fällt es mir meistens auch leichter weil man zu Hause immer so viele Dinge hat, die man danach noch zu tun hat und diese im Kopf schon sortieren will. Ich habe mittlerweile gemerkt, dass z.B. ein fester (gemütlicher) Platz zum Meditieren mir dabei hilft, mich auch zu Hause mehr auf die Meditation einlassen zu können. Vielleicht wäre das ja eine Idee? 😉

      Lieben Gruß.
      Caro

  4. Aaah, toll beschrieben!! Ich habe auch nach einigen Versuchen alleine mit der headspace app angefangen. Die ist großartig! Auch die weiterführenden Programme gefallen mir gut.
    Was mich mega motiviert, dran zu bleiben, ist das Wissen über die Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn. Ich merke das total krass an mir selbst, aber es gibt ja heute auch genügend Studien, die die positiven Auswirkungen ganz unromantisch belegen.
    Eine tolle Entscheidung, damit anzufangen und schön, dass du so offen deine Erfahrungen teilst. Finde ich wichtig, für all jene, die glaube das sei Spuki-Hokus-Pokus… 😉
    Ganz liebe Grüße und viel Erfolg weiterhin!
    Friederike

    • Caro
      Caro Reply

      Vielen lieben Dank, Friederike!! Für deine Worte und das Lob und für die Ermutigung! 🙂

      Und ich gebe dir so Recht! Das Thema Meditation ist zwar gefühlt schon überall aber es gibt doch noch soooo viele Menschen, die es als viel zu spirituell oder einfach als sinnlosen Quatsch empfinden (bei Punkt 1: mich früher eingeschlossen!). Ich hoffe, dass immer mehr sich zumindest an Meditation einmal ausprobieren und es macht mich sehr glücklich, wenn ich dazu einen kleinen Teil beitragen kann!

      Mit dem Thema Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn werde ich mich auf jeden Fall auch in der nächsten Zeit noch intensiver beschäftigen. Das klingt total spannend und für mich total verlockend um neues Wissen aufzusaugen!!

      Liebe Grüße!
      Caro

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